Maschine, Mensch, Membran. Formulierung und transformative Affizierung
摘要
In diesem Teil der Untersuchung werden die Beobachtungen der vorangegangenen Filmanalysen zu symbolischen Hüllen, Haut und Entblößung im Film auf die Apparatur und die Metaphorik der Haut des Films und somit die Wechselwirkung von Maschine, Mensch und Membran im Rezeptionsprozess übertragen. Ausgehend vom Film Metropolis (D 1927, R: Fritz Lang) verfolgt die Betrachtung die filmische Spur von konstruierten Mechanismen zu einer durchlässigen, affektiv erfahrbaren Membran und dem damit verbundenen filmästhetischen Wandel von geschlossenen, industriell geprägten Mustern zu offenen, multisensorischen Erfahrungsräumen. Dabei wird die Frage fokussiert, wie sich bei der Filmrezeption die ‚Haut‘ des Films der eigenen fühlenden Haut als Träger und ‚Leinwand‘ der Erinnerung annähert. Wie werden eigene Erinnerungen und Erfahrungen im bzw. über den Film so aktiviert, dass das Gesehene nicht nur affektiv und emotional wirkt, sondern auch auf die eigene Geschichte identitätsbildend rückwirkt.