Einleitung. Der Film als Medium der (Selbst-)Erfahrung
摘要
„Weil ich zwei Hände habe, weiß ich“ – schreibt Gunter Gebauer 1984 in seinem Aufsatz Hand und Gewißheit und verweist damit auf die Signifikanz des Haptischen in der ästhetischen Wahrnehmung und die sich darüber eröffnende Möglichkeit der (Selbst-)Erkenntnis. Vor dem Hintergrund der an Bedeutung gewinnenden kognitions-psychologischen Emotionsforschung zeigt die Untersuchung anhand filmischer Inszenierungen von Verhüllung und Entblößung das Wechselspiel zwischen visueller und haptischer Wahrnehmung auf. Ausgehend von filmischen Figuren bzw. Figurendarstellungen und der Frage, wie sich diese zwischen bedeutendem Text:il und sinnlichem Empfinden entfalten, wird beleuchtet, welche Analogien sich zur (Selbst-)Erfahrung der Zuschauenden herstellen lassen und welche Rolle dabei der sensiblen Haut als Medium der taktilen sinnlichen Erfahrung zukommt.