What the hack?
摘要
Eine DDoS-Attacke legt die Server lahm, Hacker*innen stehlen Kundendaten oder spähen Industriegeheimnisse aus, kritische Infrastruktur fällt durch IoT-Attacken aus – die Szenarien für Cyberangriffe sind so vielfältig wie bedrohlich. Leider sind solche Attacken mittlerweile unternehmerischer Alltag. Der Digitalverband Bitkom schätzt, dass im vergangenen Jahr acht von zehn deutschen Unternehmen Opfer von Cyberangriffen wurden (Bitkom 2022). Es ist nachvollziehbar, wenn für Unternehmensverantwortliche bei der Krisenbewältigung zunächst operative Fragen der IT-Sicherheit Priorität haben. Wenn Systeme und Daten angegriffen werden, ist dies jedoch auch immer ein Angriff auf Menschen und ihr Vertrauen in Technologie – insbesondere im Zeitalter der Digitalisierung. Es gilt also nicht nur die Daten zu schützen, sondern auch das Vertrauen in die handelnden Akteur*innen zu stärken. Denn ihre Reputation und damit die Reputation des angegriffenen Unternehmens steht auf dem Spiel. Im vorliegenden Beitrag skizzieren die beiden Autoren die operativen und kommunikativen Besonderheiten von Cyberattacken und diskutieren, welche Maßnahmen der strategischen Kommunikation geeignet sind, um im Angriffsfall die Reputation von Unternehmen zu schützen und das Vertrauen der betroffenen Stakeholder*innen wiederzugewinnen. Für den Reputationsschutz gibt es keine Firewall. Wer jedoch vorausschauend und präventiv agiert, kann ein Reputationspolster aufbauen und im Ernstfall schnell reagieren. Die Autoren zeigen deshalb auf, wie sich Kommunikationsverantwortliche mithilfe von Notfallplänen, Baukästen mit Kommunikationsmaterialien, szenarienbasierten Trainings und weiteren präventiven Maßnahmen bestmöglich auf den Ausnahmezustand Cyberangriff vorbereiten können.