Ermöglichungen von Jugend und Pädagogik in und durch jugendpädagogische Institutionen. Potenziale erziehungswissenschaftlicher Jugendforschung
摘要
Wenngleich sich eine breite erziehungswissenschaftliche Forschung zu Jugend feststellen lässt und diese zum festen Bestandteil der Erziehungswissenschaft gehört, spielen Überlegungen zum Wechselverhältnis von Jugend und Pädagogik in der erziehungswissenschaftlichen Disziplin eine marginale Rolle. Dabei reagiert Pädagogik als Disziplin und Profession weder nur auf junge Menschen, noch lässt sich Pädagogik als außergesellschaftliche Tatsache fassen. Nimmt man die Konstruktivität von Jugend und Pädagogik zum analytischen Ausgangspunkt, stellen sich viel eher Fragen, wie Jugend als spezifische Lebensphase und pädagogische Angebote als gesellschaftliche Erziehungs- und Bildungsinstanzen möglich sind. Der Beitrag entwickelt methodologische Überlegungen zu einer erziehungswissenschaftlichen Jugendforschung, die diesem sich historisch jeweils spezifisch verfassten Verhältnis von Jugend und Pädagogik Rechnung trägt und damit neben Fragen zur Ermöglichung von Jugend, auch Fragen zur Ermöglichung von Pädagogik in und durch jugendpädagogische Institutionen in den Fokus rückt. Dem hier entwickelten Ansatz einer erziehungswissenschaftlichen Jugendforschung liegt ein dreifaches Potenzial inne: Erstens kann ein solcher Forschungsansatz klären, wie auf Jugendliche in der Pädagogik eingegangen und so das Leben von Jugendlichen als Jugendliche hervorgebracht wird; zweitens trägt die dabei verfolgte Analyse von Jugend in der Pädagogik auf eine Theoretisierung von Pädagogik Rechnung; drittens kann darüber die wechselseitige Verwobenheit von Jugend und Pädagogik analysiert werden.