Jugend und Krisen: Zur Bewährungssuche in der Adoleszenz als Antwort auf den ‚Unstetigkeitscharakter des Lebens‘
摘要
Im vorliegenden Beitrag wird nach der Bedeutung von Krisen in der Lebensführung von Jugendlichen gefragt. Weil Krisen zum Erwachsenwerden von Jugendlichen dazugehören, Bildungs- und Sozialisationsprozesse anstoßen und fördern, aber auch beeinträchtigen können, sind sie omnipräsent und in dem, was pädagogische Institutionen tun und leisten, mitzudenken. Von einem gesellschaftliche Bedrohungen und kritische Lebensverhältnisse beschreibenden Krisenbegriff ausgehend, wird der Krisenbegriff im Beitrag auf das sich individuierende Subjekt bezogen und mit Rückgriff auf das Konzept der Bewährungssuche herausgearbeitet, dass Jugendliche einen inneren Drang verspüren, sich mit den ‚Unstetigkeiten des Lebens‘ auseinanderzusetzen. Dabei spielen pädagogische Institutionen der Jugendbildung eine besondere Rolle, denn sie schaffen Erfahrungs- und Möglichkeitsräume, in denen sich junge Menschen mit den Gegebenheiten des Lebens befassen und lernen, für sich ein Commitment zu finden. Insofern wird die Jugendbildung als eine pädagogische Institution des Jugendalters problematisiert, die Lehr-Lern-Verhältnisse arrangiert, Bildungs- und Sozialisationsprozesse mitgestaltet und Räume zur Auseinandersetzung mit Krisen schafft.