Mertens Erbe der wünschenswerten Wirklichkeiten
摘要
Klaus Merten gehört zu den PR-Wissenschaftlern, die vermutlich am meisten missverstanden worden sind. Die gilt zunächst für seine Rolle in den PR-Praxisdiskussionen um PR-Ethik, was an der von ihm losgetretenen branchenöffentlichen Diskussion um „PR und Lüge“ Mitte der 2000er-Jahre deutlich wird. Es gilt aber auch für seinen PR-Theorieansatz der „Konstruktion wünschenswerter Wirklichkeiten“, der in der Vergangenheit in Praxis und Wissenschaft vorrangig aus sozialtechnischer Perspektive gelesen worden ist. Der Beitrag zeigt, dass hier breiter und allgemeiner anzusetzen ist und die kritisierten „Konstruktionsbüros“ nur eine Konsequenz der Bedingungen gesellschaftlicher Wirklichkeitskonstruktion sind.