Grenzkämpfe im Süden Chiles
摘要
Die vorliegende Arbeit hat die Frage gestellt, wie sich vor dem Hintergrund einer fortdauernden strukturellen Heterogenität das kapitalistische Innen-Außen-Verhältnis in extraktivistischen Peripherien verstehen und wie sich damit zusammenhängend gesellschaftliche Klassenverhältnisse und Konfliktdynamiken erklären lassen. Dieses Kapitel fasst die empirischen Ergebnisse der Arbeit mit Blick auf die zentralen Kategorien der in Kapitel 2.6 entwickelten Heuristik zusammen. Dabei arbeitet das Kapitel heraus, dass in der untersuchten Region ökologische und ökonomische Verflechtungen zwischen dem bedarfsökonomischen und dem kapitalistischen Sektor zum zentralen Konfliktgegenstand sozialökologischer Auseinandersetzungen werden. Gleichzeitig wird dargelegt, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Kämpfen der „Überflüssigen“ und denjenigen der Mapuche bestehen und warum diese Kämpfe Ergebnis eines gesamtgesellschaftlichen „Reproduktionsparadoxons“ sind.