Peripher-extraktivistischer Kapitalismus und sozialökologische Konflikte in Chile
摘要
Dieses Kapitel legt dar, dass der chilenische Kapitalismus einerseits durch hohe Wachstumsraten und andererseits durch soziale Ungleichheit und zunehmende ökologische Krisen gekennzeichnet ist. Prekäre Arbeitsverhältnisse, niedrige Löhne und eine hohe Arbeitslosigkeit führen darüber hinaus dazu, dass ein bedeutender Teil der chilenischen Haushalte für deren alltägliche soziale Reproduktion auf den bedarfsökonomischen Sektor angewiesen ist. Mit einem Fokus auf den bedarfsökonomischen Sektor zeigt dieses Kapitel, wie aus diesen Widersprüchen sozialökologische Konflikte entstehen. Diese Konfliktdynamik wird empirisch anhand des Konflikts zwischen Forstindustrie und lokaler Bevölkerung im zentralen Süden Chiles eingehend untersucht.