Normierung, Regulierung, Governance: Wie, von wem und mit welchen Mitteln kann der Einsatz Künstlicher Intelligenz gesellschaftlich gestaltet werden?
摘要
KI-Regulierung bzw. -Normierung und Governance sind nicht nur aufgrund des raschen technischen Wandels ein schwieriges Unterfangen; allein die Komplexität des Feldes und dessen soziale, ökonomische, gesellschaftliche und politische Aspekte selbst bringen weitreichende und miteinander wechselwirkende Herausforderungen mit sich. Angesichts globalisierter Forschung und Entwicklung an sowie des weltweiten Einsatzes von KI sind nationalstaatliche Regulierungen vermutlich zum Scheitern verurteilt; supranationale Normierung, Regulierung, und Governance bringen wiederum das Problem der Durchsetzbarkeit mit sich. Nicht zuletzt deshalb unterscheiden sich aktuelle Gestaltungsansätze bspw. stark in Hinblick auf ihren Entwicklungsstatus und ihre Wirkmächtigkeit, weil die dahinterstehenden Akteur*innen über unterschiedliche Eingriffsreichweiten und -tiefen verfügen. Unterschiedliche Akteur*innengruppen ringen um die Deutungshoheit und verschiedenste Interessenslagen fließen in den Diskurs über Normierung, Regulierung und Governance ein. Die Komplexität wird zudem dadurch erhöht, dass KI direkt und indirekt reguliert und normiert werden kann, es aber gleichzeitig auch Regulierung und Normierung menschlichen Handels durch KI gibt. Der Beitrag soll die Komplexität des Feldes aufzeigen, Typen von Akteur*innen vorstellen, verschiedene Gestaltungsansätze beschreiben und eine vorläufige Abschätzung der Möglichkeiten von Normierung, Regulierung und Governance von KI geben.