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Hegemoniale Machtstruktur? Eine Kartierung der Akteure im aktuellen KI-Diskurs

  • Karin Hutflötz

摘要

Die maßgeblichen Akteure im aktuellen Diskurs um Künstliche Intelligenz (KI) lassen sich nach ihren verschiedenen Perspektiven und Interessen, aber auch hinsichtlich ihrer Reichweite in der gesellschaftlichen Rezeption und Wissensproduktion verorten. KI erweist sich dabei als ein von einseitig hegemonialen Machtverhältnissen geprägtes Tätigkeits- und Diskursfeld: Populärwissenschaftliche Akteure in Resonanz mit breitenwirksam rezipierten KI-Fiktionen in Film und Literatur bestimmen vorrangig die Leitbilder und relevanten Themen und Fragen. Sie prägen das gesellschaftliche Verständnis von KI mehr durch Verheißungen und Zukunftsnarrative als faktische technische Entwicklungen und wissenschaftliche Reflexion dies tun. Für ein vertieftes Verständnis der aktuellen Deutungs- und Rezeptions-Dynamiken von KI ist es daher nötig, einen Überblick über die unterschiedlichen Akteure im Diskurs und ihre jeweilige Agenda zu schaffen. Die Kartierung der Akteure verweist dabei auf Exklusionsdynamiken im KI-Diskurs: Frauen und Nicht-Weiße sind darin bislang stark unterrepräsentiert, werden durch eine tendenziell einseitige Daten-Erhebung (coded bias) rekursiv exkludiert und spielen weder in der Entwicklung von KI noch im Diskurs eine nennenswerte Rolle. Insofern trägt KI als maßgebliches Dispositiv der Zeit zur Verstärkung struktureller Ungleichheit bei, zum Beispiel im Sinne des Gender Gap und des strukturellen Rassismus– trotz gegenteiliger Einordnungen von KI-Technologie als genderneutral und tolerant.