Individuelle Sportmediennutzung in Zeiten von COVID-19
摘要
Die Corona-Pandemie hat den Alltag der Menschen weltweit verändert. Unterschiedliche Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie führten zu einem neuen Tagesablauf im Leben vieler Menschen in Deutschland. Das wirkte sich auch auf die Mediennutzungsgewohnheiten aus. Fehlende Live-Sport-Events führten zu einem geringeren Angebot von Sport in den Medien, das in vielen Fällen einen Rückgang des Konsums zur Folge hatte. Quantitative Auswirkungen von COVID-19 auf den Medienkonsum wurden in diesem Zusammenhang bereits umfassend untersucht. Die vorliegende Studie vergleicht mit einem qualitativen Ansatz die individuelle Mediennutzung in der Zeit vor und während des Lockdowns. Dazu wurde die Nutzung von zwei jungen, sportinteressieren Probanden jeweils in einer Woche ohne und mit COVID-19-bedingten Beschränkungen beobachtet und im Anschluss durch eine Befragung der Probanden ergänzt. Dabei lassen sich quantitative Ergebnisse ebenso erheben wie qualitative Rückschlüsse ziehen, die ein besseres Verständnis der Mediennutzungsprotokolle ermöglichen. In beiden Fällen zeigt sich eine Verschiebung der nächtlichen Mediennutzungspause durch den Lockdown sowie eine erhebliche Lücke in der Mediennutzung aufgrund der fehlenden Mobilität. Gleichzeitig dominieren die innerhäusliche Nutzung und haushaltsnahe Nebenbei-Tätigkeiten den neuen Alltag der Probanden in Zeiten von COVID-19. Auch ein gestiegenes Gewohnheits- und Informationsbedürfnis zählen zu den Kernveränderungen, die sich in der exemplarischen Studie erkennen lassen.