System-Details über System Management BIOS
摘要
Das System Management BIOS oder kurz SMBIOS geht in seinen Anfängen bis ins Jahr 1992 zurück. Damals schlossen sich mehrere namhafte BIOS-Hersteller (mitunter American Megatrends und Phoenix/Award) sowie einige Firmen aus der IT-Branche (etwa Intel, HP, Dell und Compaq) zu einer Arbeitsgruppe zusammen, die sich Distributed Management Task Force (DMTF) nannte. Ziel dieser Arbeitsgruppe war von Anfang an, undurchschaubare Hardwarestrukturen mit einer geordneten Datenbank verwaltbar zu machen, und dies bei gleichzeitiger Transparenz und Wartbarkeit. Damals wurde als Arbeitsergebnis das Desktop Management Interface (kurz DMI) vorgestellt, aus dem das System Management BIOS (kurz SMBIOS) als Bestandteil hervorging. Der Sinn und Zweck bestehen vor allem im unternehmensweiten Einsatz von Netzwerken, bei dem Administratoren mit entsprechender Software die Hardware der Clients inventarisieren können – von jeder beliebigen zentralen Stelle im Netzwerk aus. Für den Privatbereich besteht der Nutzen vor allem in der schnellen Ermittlung von Hardwaredetails, die über verschiedene Wege aus dem BIOS auslesbar sind. Die Inhalte des SMBIOS-Bereiches enthalten grundsätzlich statische Systeminformationen, und keine dynamischen Details. Auch wenn einige Bereiche andere Vermutungen suggerieren, wie etwa die Sensoren für Spannungen, Kühlung und Temperaturen, handelt es sich um Systeminformationen, die einmalig während des Power On-Self Test (kurz POST) des BIOS ermittelt bzw. aktualisiert werden. Einige Bereiche lassen sich ebenfalls manuell verändern, was damals relativ universell durch den Einsatz sog. Plug & Play-Funktionen gelang, heutzutage jedoch nicht mehr ohne Spezialtools vom BIOS- oder Hauptplatinen- bzw. Systemhersteller möglich ist. Und genau dort zeigt sich das Problem der Vollständigkeit, weil einerseits für die netzwerkweite Inventarisierung vollständige Daten notwendig sind, die Hersteller hier jedoch nicht immer diesen Anspruch auf Vollständigkeit teilen. So kommt es häufig vor, dass Felder für Seriennummern mit Dummy-Werten wie „1234567890“ oder Texten wie „To Be Filled By O.E.M.“ vorbelegt sind, was mit separaten Prüfungen abzufragen ist. Die Glaubhaftigkeit der SMBIOS-Daten sollte daher immer mit einer gewissen Vorsicht betrachtet werden, was insbesondere alle vom Hersteller frei definierbaren Textfelder betrifft.