Subjekt – Substanz – Gesellschaft
摘要
Heute hat sich das Dreieck „Subjekt – Substanz – Gesellschaft“ zur Beschreibung und Analyse eines als kritisch wahrgenommenen, umstrittenen Drogengebrauchs etabliert. Der Aufsatz rekonstruiert aus einer wissensgeschichtlichen Perspektive die Genealogie dieser triadischen Problematisierung und historisiert dieses epistemische Dispositiv, das seit den frühen 1970er Jahren entscheidend an der Produktion von Drogenwissen beteiligt war. Zum einen werden die Erkenntnismöglichkeiten bzw. Erklärungshypothesen, die in dieser Trias angelegt sind, herausgearbeitet. Die dominierenden drogenpolitischen Problemlösungen des letzten Viertels des 20. Jahrhunderts konnten dadurch überhaupt erst plausibel gemacht werden. Zum anderen kommen Aspekte zur Sprache, die durch diesen Schematismus ausgeblendet oder unsichtbar gemacht wurden. Abschließend werden alternative Ansätze vorgestellt und das Comeback des Suchtbegriffs seit den 1990er-Jahren diskutiert.