Die „zweite Transformation“ der lokalen angewandten Hochschulen vor dem Hintergrund der Popularisierung der Hochschulbildung
摘要
Jedes Mal, wenn die Hochschulbildung in eine neue Phase ihrer historischen Entwicklung eintritt, wird sie von starken politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Kräften vorangetrieben. Dies geht mit einer tiefgreifenden Umgestaltung oder sogar Revolution der Lehre einher. Die Hochschule Y in der Fallstudie ist eine typische lokale angewandte Hochschule, die seit ihrer Gründung diese klare Ausrichtung formuliert hat. Vor dem Hintergrund der Popularisierung der Hochschulbildung ist es für die Entwicklung der angewandten Hochschulen, welche die Hälfte der lokalen Hochschulen in China ausmachen, notwendig, die Struktur des sozialen Talentsystems und die Struktur des Hochschulsystems, die neue Form der angewandten Hochschulbildung in China, die internen und externen Umweltveränderungen in der Ausbildung von Talenten und ihre Auswirkungen besser zu verstehen, um die „zweite Transformation“ der lokalen angewandten Hochschulen vor dem Hintergrund der Popularisierung der Hochschulbildung zu realisieren. Konkret lassen sich folgende Defizite feststellen: Die Stärke der angewandten Fächer, die sich an den Bedürfnissen von Wirtschaft und Industrie orientieren, ist noch nicht sehr ausgeprägt; der Grad der Übereinstimmung mit der Transformation und Modernisierung der lokalen Industrie ist nicht hoch; die Fähigkeit, den wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt der Industrie zu lenken und zu unterstützen, ist nicht sehr stark; die Entwicklung der gegenseitigen Befruchtung von Disziplinen und Fachgebieten, d. h. die Interdisziplinarität, die den Bedürfnissen der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung entspricht, ist langsam; die umfassenden Vorteile von Studiengangsclustern müssen verstärkt werden; der Mechanismus der kooperativen Ausbildung und die Integration von Wirtschaft und Hochschule müssen weiter verbessert und in die Praxis umgesetzt werden; die Förderung des Innovationsgeistes und der praktischen Fähigkeiten der Studierenden sind unzureichend; die Zielorientierung und der Praxisbezug der angewandten Forschung sind noch nicht ausgeprägt; die integrierte Entwicklung von wissenschaftlicher sowie technologischer Innovation und einer qualitativ hochwertigen Regionalentwicklung sind noch unzureichend; der Anteil der Durchbrüche bei breit anwendbaren Schlüsseltechnologien, die von der Industrie dringend benötigt werden, ist relativ gering; die Fähigkeit zum Transfer wissenschaftlicher und technologischer Errungenschaften ist noch nicht stark ausgeprägt; es bestehen noch erhebliche Defizite bei der Symbiose und Integration mit den Industrien der Region sowie bei der Bereitstellung von Humanressourcen und wissenschaftlicher und technologischer Unterstützung für die Entwicklung lokaler Schlüsselindustrien und strategisch zu fördernder Industrien. Die lokalen angewandten Hochschulen, die in der folgenden Fallstudie durch die Hochschule Y vertreten wird, befinden sich mehr oder weniger in einer ähnlichen Situation. Der Übergang und die Transformation des Hochschulsystems von einer Phase der raschen Entwicklung zu einer Phase der stabilen Entwicklung hat das interne und externe Umfeld der Hochschulen erheblich verändert. Diese Übergangszeit ist oft eine Zeit des „konzentrierten Ausbruchs“ alter und neuer Konflikte. In diesem Beitrag versuchen wir, durch einen Rückblick auf die 45-jährige Entwicklungsgeschichte der Hochschule Y seit der Wiederaufnahme der Hochschulaufnahmeprüfung das soziale Entwicklungsumfeld der lokalen angewandten Hochschulen zu identifizieren, ihre historische Mission und ihre grundlegenden Aufgaben in der neuen Ära zu erfassen, die Herausforderungen für die Entwicklung der lokalen angewandten Hochschulen vor dem Hintergrund der Popularisierung der Hochschulbildung und der „zweiten Transformation“ zu analysieren und erste Ideen zur Bewältigung dieser Herausforderungen vorzuschlagen.