Ansätze zur Gestaltung von Curricula an angewandten Hochschulen aus Sicht der Bildungsökologie
摘要
Die Entwicklung von Curricula an angewandten Hochschulen ist ein wichtiges Element, um eine erstklassige grundständige Ausbildung zu entwickeln. Sie sollte dem Konzept der Bildungsökologie folgen und auf eine ausgewogene Struktur, Funktion und Umsetzung achten, um ein ganzheitliches „Ökosystem“ zu bilden, das sich synergetisch mit dem sozialen Umfeld entwickelt, so dass Angebot und Nachfrage nach Talenten passgerecht aufeinander abgestimmt sind. Die Entwicklung von Curricula an angewandten Hochschulen steht auch im Einklang mit der Erweiterung der Curriculumsreform in der Grundausbildung (Anmerkung der Übersetzerin: In China umfasst die Grundbildung derzeit die frühkindliche Erziehung (im Allgemeinen im Alter von 3 bis 5 Jahren), die Schulpflicht (im Allgemeinen im Alter von 6 bis 15 Jahren), die Sekundarstufe II (im Allgemeinen im Alter von 16 bis 19 Jahren) und die Alphabetisierung), der Entwicklung von Kursressourcen und der Implementierung und Evaluierung von Curricula in einer umfassenden synergetischen Interaktion, die eine ausgewogene Entwicklung der beiden Haupttypen von Hochschulen – Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Forschungsuniversitäten – fördert. Um das Problem der Fragmentierung der Ausbildungsziele, der Unausgewogenheit der Systemstruktur und des Utilitarismus bei der Umsetzung der Curricula an den Hochschulen zu lösen, umfassen die Strategien für die Entwicklung von Curricula an angewandten Hochschulen aus der Perspektive der Bildungsökologie folgende Punkte: Konzentration auf das grundlegende Ziel „für wen bilden wir Talente aus und welche Art von Menschen wollen wir kultivieren“; Verfolgung der bildungsökologischen Perspektive des Konzepts „Curriculum Mapping“; Verfolgung des Ziels der dynamischen Visualisierung von Curriculum-Inhalten; Gestaltung eines dynamischen Curriculum-Bewertungssystems mit Unterstützung von Big Data. Die Ökologie liefert die Grundlage für eine bessere Entwicklung des Ökosystems durch die Entdeckung von Wissen. Das Bildungssystem und das Ökosystem haben viele Gemeinsamkeiten: Die Ideen und Methoden der Ökologie können auf alle Aspekte der Entwicklung von Disziplinen, Studiengängen, Forschung, Curricula und anderen Aspekten des Bildungssystems übertragen werden. Der britische Hochschulprofessor Ashby ist der Ansicht, dass die Entwicklung der Hochschulbildung auf den Prinzipien der Ökologie basieren sollte, um ein ökologisches Gleichgewicht innerhalb des Hochschulsystems herzustellen und die synergetische Entwicklung des Hochschulsystems zu fördern. Die Curriculumsentwicklung an angewandten Hochschulen unter dem Gesichtspunkt der Bildungsökologie nimmt das Konzept der Ökologie als Kern auf und stellt eine ausgewogene Konstruktion von Struktur, Funktion und Umsetzung des Curriculums dar. Sie versucht, die nahtlose Verbindung zwischen dem Angebot an Talenten und der Nachfrage nach Talenten zu fördern. Die Ausrichtung der angewandten Hochschulen bedingt, dass sie sich anders als Forschungsuniversitäten entwickeln und den Weg einer differenzierten und charakteristischen Entwicklung einschlagen müssen. Die Curriculumsentwicklung ist das Medium für eine enge Verbindung zwischen der Disziplin und dem Studiengang sowie zwischen Theorie und Praxis. Die Studiengangsentwicklung ist die Kraftquelle für die Bildung eines Curriculumssystems. Die Disziplinentwicklung ist die Stütze für den Aufbau und die Verbesserung des Wissenssystems des Curriculums (Fang 2019). Die Qualität des Curriculums bestimmt, ob die grundlegende Kompetenzstruktur des Bildungsadressaten mit den tatsächlichen Bedürfnissen der Gesellschaft übereinstimmt. Sie wirkt sich direkt auf die Qualität und Spezifikation der Ausbildung von angewandten Talenten aus. Angewandte Hochschulen können ihre eigene hochwertige Entwicklung nur dann vorantreiben, wenn sie systematisch eine umfassende Entwicklung von Kursressourcen im Einklang mit der Umsetzung und der Bewertung der Curricula fördert. Unabhängig von der Art des Hochschulentwicklungsprozesses ist die Qualität der Talentausbildung immer der Schlüssel zur Entwicklung der Hochschule. Im Vergleich zu den Forschungsuniversitäten und den auf berufliche Fertigkeiten ausgerichteten Hochschulen, die klare Ausbildungsziele haben, befinden sich angewandte Hochschulen noch in der Erkundungsphase. Die Theorie der Bildungsökologie bietet uns eine neue Perspektive, um den aktuellen Stand der Curriculumsentwicklung in den angewandten Hochschulen zu analysieren. Sie gibt Antworten auf die Frage, wie diese Hochschulen ihre Curricula in der neuen Ära gestalten sollten.