Zeichen der Ungleichheit. Soziale Diskriminierung in der postkolonialen Pädagog*innenbildung
摘要
Der Appell „Decolonise“ fordert dazu auf, sich der kolonialen Vergangenheiten und Gegenwartsbezüge bewusst zu werden. Dabei zeigt sich, dass soziale Ordnungen, Machtverhältnisse und Zugehörigkeiten vor allem als Bezeichnungspraxen hergestellt werden. Nur wer der hegemonialen Position zugerechnet und als deren Inhaber*in bezeichnet wird, kann sich in postkolonialen Konstruktionen der eigenen Position sicher sein – und sich gegen die subalternen abgrenzen (Castro Varela, 2016). Auf diese Weise wird die besondere Bedeutung von Bezeichnungen für die Herstellung von Macht, aber auch ihre Dekonstruktion im Sinne einer dekolonialen Infragestellung bestehender Verhältnisse sichtbar.