Einführung
摘要
In den Erziehungswissenschaften wie auch im gesellschaftlichen Diskurs finden in den letzten Jahren Überlegungen, die an postcolonial studies (vgl. exemplarisch Bhaba, 2000; Castro Varela, 2008; Said, 1978; Spivak, 1988) anschließen, vermehrt Beachtung. Als Grundannahme gilt dabei, dass die Kolonialisierung nicht vorbei, sondern weiterhin wirkmächtig ist. Nach Vanyoro (2020) ist Kolonialität „the domination that remains long after the end of the formalised political domination of Western Europe over its former colonised“ (S. 4). Dies betrifft nicht zuletzt die auf einer vierhundertjährigen Geschichte imperialer Herrschaft beruhende Dominanz in der Produktion und Tradierung von Wissensbeständen (Wekker, 2016). Khan et al. (2021) fordern daher einen Paradigmenwechsel in der Wissensproduktion.