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Wie sich Städte neu erfinden

  • Raimund Schwendner

摘要

Weltweit leben bereits mehr als die Hälfte aller Menschen in urbanen Räumen, von Kleinstädten bis zu Mega-Metropolen, von denen jede bald Dutzende von Millionen Einwohner beherbergt. Dabei ist ihnen ein Dilemma gemein: Sie ziehen immense Mengen an Ressourcen aus der Umwelt und pumpen den daraus entstandenen Müll wieder dort hinein, als Abfall, Abgas oder Abwasser. So werden natürliche Kreisläufe doppelt belastet: Als Ressourcen-Geber und als Müll-Schlucker. Eine dynamische Sichtweise geht dazu noch weiter: Die intakte Umwelt muss eine kaum vorstellbare Vielzahl an regenerativen Prozessen erbringen, um den Abfluss an Ressourcen zu kompensieren und sich selbst intakt zu erhalten. „On top“ muss sie in diese Prozesse hinein eine kaum vorstellbare Menge an Müll absorbieren und transformieren, um wiederum intakt zu bleiben. Städte bilden daher die entscheidenden Hebel, um die Zukunft nachhaltig zu gestalten und lebenswert zu erhalten. Dort verbindet sich eine immense Kaufkraft mit einem außerordentlichen Potenzial an Problemlöse-Kraft. Letztere trägt jenseits urbaner Räume auch zur globalen natürlichen Regeneration bei. Das „Salutogenious Growth“, das den Fokus auf die Stadt der Zukunft legt, dreht maligne Wechselwirkungen mit Nachdruck um. Die Stadt wird zum Ort des nachhaltigen Lernens, dessen intensive Zusammenarbeit von den zahlreichen Akteuren ein hohes Maß an kreativer Empathie verlangt. Sie produziert den Großteil an Ressourcen selbst. Den erzielten Überschuss gibt sie als sauberen Beitrag an die Umwelt zur schnellen Regeneration weiter. Vielerorts gibt es dazu Erfahrungen: Das „Urban-Industrial Co-Development“ als auch das „Integrated-Water-Energy-Management“ sind längst praxiserprobte, international tragfähige Initiativen.