Behind the scenes. Genderspezifische Strukturen in der deutschen Populärmusikindustrie am Beispielbereich Booking. Eine qualitativ-empirische Untersuchung der Perspektive von cis und trans Frauen
摘要
Spätestens seit 2017, seit der Kampagne #metoo wird das Sexismusproblem der Kreativindustrie in der Öffentlichkeit diskutiert (Bähr 2018). Aber Übergriffe sexistischer Art sind nur die Spitze des Eisbergs. Die Musikindustrie ist in diesem Zuge Teil des kritisierten Feldes. Populärmusikkulturen und -industrie sind ein cis männlich dominiertes Feld, so zeichnet sich beispielsweise der gesamtgesellschaftliche Gender Pay Gap auch hier deutlich ab (Ries et al. 2016). Doch nicht nur bei finanziellen Aspekten, auch bei Fragen der Teilhabe und Repräsentation sowie generellen kulturellen Praktiken findet nicht nur gender-, sondern auch klassenspezifische Diskriminierung und Benachteiligung statt. Dies wird beispielsweise im Zugang zu musikalischen Räumen (Björck 2013), Informationen und Netzwerken (Strong und Raine 2018, S. 1), sowie durch die Musikkanon- und -geschmacksbildung und deren Bewertung sichtbar. (Strong und Raine 2018, S. 1)