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Das Europäische Währungssystem (EWS)

  • Eckart Koch

摘要

Anfang der 1970er-Jahre wurde in Europa versucht dem Zerfall des internationalen Systems fester Wechselkurse von Bretton Woods (BWS) durch eine gemeinsame koordinierte Währungspolitik zu begegnen, um eine größere währungspolitische Autonomie gegenüber dem US$ zu gewinnen. Nach dem Zusammenbruch des BWS 1973 wurde daher zunächst der Europäische Fonds für währungspolitische Zusammenarbeit (EFWZ) zur Verrechnung der für die Interventionen benötigten Zentralbankkredite ins Leben gerufen. Aufgrund interner Schwierigkeiten wurde dieses System 1979 durch das Europäische Währungssystem (EWS) abgelöst. Zentrale Elemente waren eine neue künstliche Europäische Währungseinheit, die European Currency Unit (ECU), ein Interventionsmechanismus mit einem Frühwarnsystem und der Möglichkeit Wechselkursanpassungen (Realignments) im gegenseitigen Einvernehmen zuzulassen. Ein finanzielles Beistandssystem unterstützte die Länder, dessen Aufgaben ab 1994 von dem neu gegründeten Europäischen Währungsinstitut (EWI) übernommen wurden. Die europäische Währungskooperation führte schrittweise zu einer größeren Stabilität der Wechselkurse und zu einer gewissen wirtschaftspolitischen Konvergenz. Es gab allerdings noch Abweichungen bei den wirtschaftlichen Kernindikatoren, den Kapitalmarktzinsen und den Inflationsraten. Zudem führten unterschiedliche Vorstellungen in der Haushalts- und Fiskalpolitik zu Problemen und neben der steigenden Arbeitslosigkeit in mehreren Ländern wichen vor allem die Indikatoren zur Staatsverschuldung von den akzeptierten Zielgrößen ab.