Die Globalisierung der Finanzmärkte I
摘要
Mit dem Ende des Bretton Woods Systems und dem Beginn der Liberalisierung der Finanzströme setzte sich auch die Erkenntnis durch, dass durch die Beseitigung von Kapitalverkehrskontrollen Verzerrungen abgebaut und damit eine wesentliche Voraussetzung für eine weitere Handelsausweitung geschaffen werden konnte. Die internationalen Finanzströme stiegen daraufhin sprunghaft an, so dass die nationalen Finanzmärkte zu einem globalen Finanzmarkt zusammenwuchsen. Wichtige Merkmale dieser Entwicklung sind neben den stark gesunkenen Informations- und Transaktionskosten der freie Marktzugang für alle Interessenten sowie hohe Gewinnchancen bei gleichzeitig gesunkenen Aufsichts- und Einflussmöglichkeiten der nationalen Organe. Dabei stieg auch die Krisenanfälligkeit der Finanzmärkte: Die Finanzmarktakteure entwickelten eine Fülle neuer kaum kontrollierbarer Finanzinnovationen, nutzten Schattenbanken oder entzogen sich in Steueroasen sogar komplett dem Einflussbereich von Finanzkontrollen. Die Offshore Financial Centers (OFCs) erheben die Einhaltung des Bankgeheimnisses zum Geschäftsprinzip und gewähren Finanzinvestoren völlige oder weitgehende Steuerfreiheit und Anonymität und begünstigen so illegale Finanztransaktionen. Daher wurden in den letzten Jahren verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Bedeutung der OFCs zu verringern und Geldwäsche zu erschweren.