Das Bretton-Woods-System und der Internationale Währungsfonds
摘要
1944 wurde ein neues internationales Währungssystem mit festen Wechselkursen, das Bretton-Woods-System, beschlossen. Zum gleichen Zeitpunkt wurden in Bretton Woods (USA) der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank (IBRD) gegründet. Ein System fester Wechselkurse kann auf Dauer nur funktionieren, wenn die beteiligten Länder sich an Stabilitätskriterien orientieren und so das Vertrauen in die Wirtschaft und Währung fördern. Dies war spätestens ab Mitte der 1960er-Jahre nicht mehr der Fall, so dass das System zunehmend störanfälliger und zu Beginn der 1970er-Jahre praktisch funktionsunfähig wurde, bis es 1973 endgültig zusammenbrach. Damit war auch die zentrale Aufgabe des IWF, die Funktionsfähigkeit und Stabilität des internationalen Währungssystems zu sichern, obsolet geworden. Der IWF konzentrierte sich nun auf seine weiteren Kernaufgaben, die Durchführung der volkswirtschaftlichen Überprüfung der Mitgliedsländer, die Bereitstellung von Finanzhilfen in kritischen Situationen und die Fortbildung von Schlüsselpersonen. Zudem stellt er allen Mitgliedsländern zusätzliche Währungsreserven in Form von Sonderziehungsrechten (SZR) zur Verfügung, die insbesondere den Ländern helfen sollen, die unter chronischer Devisenknappheit infolge von Zahlungsbilanzungleichgewichten leiden. Da die SZR auf einem Währungskorb basieren, sind sie wegen der geringen Wechselkursschwankungen auch eine international gebräuchliche Recheneinheit.