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Die Zahlungsbilanz – Spiegel der außenwirtschaftlichen Beziehungen

  • Eckart Koch

摘要

In der Zahlungsbilanz werden die außenwirtschaftlichen Aktivitäten eines Landes abgebildet, die international oder auf nationaler Ebene im Zeitablauf verglichen werden können und Hinweise für die internationale Wettbewerbsfähigkeit eines Landes ergeben. Die Zahlungsbilanz unterteilt sich grundsätzlich in die Leistungs- und die Kapitalbilanz. Ein positiver Leistungsbilanzsaldo zeigt an, dass die Volkswirtschaft im Leistungsverkehr mit dem Ausland einen Überschuss erwirtschaftet hat, der zu einer Erhöhung der Devisenreserven führt, ein negativer Saldo verringert dagegen die Devisenreserven und wird zu Kapitalimporten führen. In der Kapitalbilanz werden Kapitalimporte und Kapitalexporte ausgewiesen. Formal ist die Zahlungsbilanz zwar immer ausgeglichen, trotzdem gibt es Ungleichgewichte. Eine aktive Zahlungsbilanz liegt dann vor, wenn die Zahlungseingänge größer waren als die Zahlungsausgänge, umgekehrt ist bei einer passiven Zahlungsbilanz die Passivseite größer als die Aktivseite – ohne die Betrachtung der Änderung der Währungsreserven. Die Herstellung eines außenwirtschaftlichen Gleichgewichts gehört zu den wirtschaftspolitischen Zielen eines Landes, da langfristige Defizite nur schwer finanzierbar sind und außerdem meist negative binnenwirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen, während langfristige Überschüsse internationale politisch-ökonomische Ungleichgewichte und Instabilitäten begünstigen.