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Logos und ‚Alogon‘ in metaphysischer Sprachauslegung

  • Daniel Schmidt

摘要

Im vorigen Kapitel konnte Aristoteles im Hinblick auf zentrale, weithin fraglos vorausgesetzte Vorbegriffe ‚herrschender‘ Sprachauslegung, die von ‚schulmäßiger‘ Rezeption gewöhnlicherweise auf ihn zurückgeführt werden, ‚rehabilitiert‘ werden; seine diesbezügliche Inanspruchnahme beruht auf einer verkürzenden, durch ein Vorverständnis geleiteten Auslegung seiner zum Zweck dieses Rekurses herangezogenen Aussagen. Dagegen zeigte sich vor dem Hintergrund der aristotelischen Lehre über die menschliche Seele als einem Prinzip von Vollzügen die Konzeption von Wahrnehmung und Denken auf Grundlage einer ‚energetischen Identität‘ – ‚κατ’ ἐνέργειαν‘ – der Seele mit dem Vernommenen, von der her die Seinsweise des gesprochenen Wortes zu denken ist; dabei kamen das Erscheinen des Seienden in den ‚Widerfahrnissen der Seele‘, sowie das ‚Zeigen‘ des so Erfahrenen in den ‚bedeutenden Lauten‘ in den Blick als Aspekte eines einzigen, symbolischen Geschehens, in dem das Sein des Seienden durch das ‚bedeutende‘ menschliche Wort – ‚λόγος σημαντικός‘ – offenbar wird.