Die Bundeswehr in neuen Räumen
摘要
Organisationswandel führt zu neue Raumdefinitionen im Militär, diese wiederum führen zu erhöhten Ungewissheitspotenziale in konkreten Gefährdungssituationen und verlangen ein deutlich flexibleres Handeln in unterschiedlichen Einsatzformen. Es findet eine Verdichtung des Raum-Zeit-Arrangements im Einsatz im Sinne eines hier und jetzt statt. Solchermaßen gleichzeitig dichtere und flexiblere Räume sind durch deutlich höhere Lernanforderungen für die Soldatinnen und Soldaten, für die Führung und für die Organisation als Ganzes im Sinne einer aktiven Raumgestaltung gekennzeichnet. Dabei gilt: Gemeinsame Gefährdung führt zu kollektivem Proto-Lernen. Einsatzkontingenz entsteht in einer Kombination aus Sinngebung, bewussten Verstehensprozessen und daraus abgeleiteten Handlungspotenzialen. Neue Rollen zeigen sich in verteilter Führung, Adhockratie, wechselnde Unterstützungs- und Sicherungsleistungen nach innen und nach außen aus.