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Circular Economy als Kernstrategie der Klimaneutralität

  • Stefan Lechtenböhmer

摘要

Die Grundstoffindustrien wie die Stahl-, die Zement- oder die chemische Industrie gehören zu den größten Treibhausgasemittenten weltweit und in Europa. Allein die drei genannten Branchen waren 2019 für mehr als 18 % der globalen, direkten CO2-Emissionen verantwortlich. Ihre hohe Energie- und Emissionsintensität steht in direktem Zusammenhang damit, dass diese Industrien primäre Rohstoffe in Grundstoffe umwandeln. Die entsprechenden Prozesse sind rein physikalisch sehr energieintensiv, was auch einer der Gründe dafür ist, dass die Emissionen in den Grundstoffindustrien als nur schwer zu verringern gelten. Aus der engen Verknüpfung mit der Ressourcenumwandlung ergibt sich unmittelbar, dass alle Strategien der Circular Economy, die darauf abzielen, den Stoffeinsatz zu verringern und bzw. oder höhere Recyclingraten zu realisieren, direkt auch in großem Umfang Treibhausgasemissionen, insbesondere in den entsprechenden Grundstoffindustrien, vermindern. Das Kapitel gibt einen Überblick darüber, welche Strategien, sowohl für eine klimaneutrale Energieversorgung als auch für die Circular Economy, grundsätzlich vorhanden sind und wie sie entlang der Materialflusskette verortet werden können. Es zeigt außerdem für die EU auf, dass Circular Economy bzw. Materialeffizienz für die Treibhausgasminderung in der Grundstoffindustrie – je nach Szenariophilosophie – den wahrscheinlich größten Beitrag leistet.