Der Markt der Gesundheits-Apps ist mittlerweile sehr groß geworden. Gesundheits-Apps bieten Potenzial für eine Förderung der Gesundheit und Prävention sowie eine Verbesserung der Krankheitsbehandlung und Gesundheitsversorgung. So können Gesundheits-Apps dazu beitragen, Gesundheit und Wohlergehen der Menschen zu fördern (Sustainable Development Goal 3). Interessierte sind herausgefordert, sich einen Überblick über Verfahren zu verschaffen und diese zu vergleichen. Es wurde allerdings festgestellt, dass viele Apps nur kurzfristig genutzt werden. Eine Erklärung wird unter anderem darin gesehen, dass Apps die tatsächlichen Bedarfe der Nutzenden nicht oder nur begrenzt berücksichtigen und die Akzeptanz und Zufriedenheit der Nutzenden nicht ausreichend untersucht werden. Dieser Beitrag geht der Frage nach, wie Nutzende bei der Entwicklung von Gesundheits-Apps mit einbezogen werden können, um nachhaltige Anwendungen zu produzieren. Im Beitrag werden daher zunächst theoretische und empirische Grundlagen zu Gesundheits-Apps und partizipativen Ansätzen dargelegt. Anhand eines Prozessmodells wird dargestellt, wie Gesundheits-Apps durch den kontinuierlichen Einbezug von Nutzenden bedarfsgerecht entwickelt werden können. Im Rahmen von zwei Beispielen aus der Forschungspraxis sollen im Weiteren exemplarische Studien zu gesundheitsbezogenen Apps mit unterschiedlichen Nutzer:innengruppen und Methoden beschrieben werden. Schließlich findet eine Diskussion über eine bedarfsorientierte, nachhaltige Entwicklung von Gesundheits-Apps sowie den auftretenden Herausforderungen statt.

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Nutzende im Fokus! Ein Weg zur nachhaltigen Entwicklung von Gesundheits-Apps

  • Stefanie Obergrießer,
  • Sandra Schütz,
  • Jan-Niklas Voigt-Antons,
  • Navid Ashrafi,
  • Youssef Shiban,
  • Julia Ohse,
  • Nicolina-Laura Peperkorn

摘要

Der Markt der Gesundheits-Apps ist mittlerweile sehr groß geworden. Gesundheits-Apps bieten Potenzial für eine Förderung der Gesundheit und Prävention sowie eine Verbesserung der Krankheitsbehandlung und Gesundheitsversorgung. So können Gesundheits-Apps dazu beitragen, Gesundheit und Wohlergehen der Menschen zu fördern (Sustainable Development Goal 3). Interessierte sind herausgefordert, sich einen Überblick über Verfahren zu verschaffen und diese zu vergleichen. Es wurde allerdings festgestellt, dass viele Apps nur kurzfristig genutzt werden. Eine Erklärung wird unter anderem darin gesehen, dass Apps die tatsächlichen Bedarfe der Nutzenden nicht oder nur begrenzt berücksichtigen und die Akzeptanz und Zufriedenheit der Nutzenden nicht ausreichend untersucht werden. Dieser Beitrag geht der Frage nach, wie Nutzende bei der Entwicklung von Gesundheits-Apps mit einbezogen werden können, um nachhaltige Anwendungen zu produzieren. Im Beitrag werden daher zunächst theoretische und empirische Grundlagen zu Gesundheits-Apps und partizipativen Ansätzen dargelegt. Anhand eines Prozessmodells wird dargestellt, wie Gesundheits-Apps durch den kontinuierlichen Einbezug von Nutzenden bedarfsgerecht entwickelt werden können. Im Rahmen von zwei Beispielen aus der Forschungspraxis sollen im Weiteren exemplarische Studien zu gesundheitsbezogenen Apps mit unterschiedlichen Nutzer:innengruppen und Methoden beschrieben werden. Schließlich findet eine Diskussion über eine bedarfsorientierte, nachhaltige Entwicklung von Gesundheits-Apps sowie den auftretenden Herausforderungen statt.