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Zusammenfassung und Auswertung der Forschungsergebnisse

  • Anna Landherr

摘要

Das zentrale Erkenntnissinteresse dieser Forschung besteht darin, die Gegebenheiten, Mechanismen und Strukturen sowie die Akteure und ihre (in)actions zu identifizieren, die dazu beitragen oder die verhindern, dass die Tailings des chilenischen Bergbaus in der öffentlichen Wahrnehmung und unter den beteiligten Akteuren als zu lösendes Umweltproblem anerkannt werden. Zu diesem Zweck wurde eine Forschungsheuristik erstellt, die die Kernkategorie der (Un-)Sichtbarkeit, mit denen der (in-)action und des (Nicht-)Wissens in Verbindung setzt. Die vorliegende Forschung wird zudem von folgenden Forschungsfragen geleitet: Warum bleiben Tailings trotz ihrer enormen Belastung für Mensch und Umwelt weitgehend „unsichtbar“? In welcher Beziehung stehen Wissen/Nichtwissen und action/inaction der Akteure zur Sichtbarkeit/Unsichtbarkeit des Phänomens? Wie, warum und durch wen wird das slow violence-Phänomen unsichtbar gehalten oder sichtbar gemacht? Welche sozialen Mechanismen, Interessen und Strukturen stecken hinter dem Phänomen der Unsichtbarkeit und führen zu ihrer konkreten aktuellen Ausprägung? Welche Strukturen, Mechanismen und Akteure verhindern die Sichtbarkeit? Wann kommt es zu latenten und wann zu manifesten Konflikten in Bezug auf Tailings? Unter welchen Umständen wird dieses slow violence-Phänomen sichtbar? Die zentrale These dieser Arbeit besteht darin, dass alle drei Kategorien – (Un-)Sichtbarkeit, (Nicht-)Wissen und (in-)action – in ihren jeweiligen positiven oder negativen Ausprägungsformen miteinander korrelieren und sich wechselseitig verstärken, wobei die Handlungsmöglichkeiten der jeweiligen Akteure gegenüber der Problematik direkt von den Wechselwirkungen abhängen.