Fashion-For-Future: Sind geschlechtsspezifische Kommunikationsmaßnahmen für kolloborative Sharing-Ansätze wie Online-Modeverleihabos notwendig?
摘要
Die Schnelllebigkeit der Fast-Fashion-Industrie und die damit verbundenen negativen ökologischen Auswirkungen machen die Textil- und Bekleidungsindustrie zum Thema wissenschaftlicher Diskussionen (Pionek et al. 2019; Pionek et al. 2020). Aktuelle Ansätze zur Förderung nachhaltiger Konsumpraktiken, wie Online-Modeverleihabos, gewinnen somit an Bedeutung, wobei Forschungsbeiträge mit Fokus auf geschlechterspezifische Unterschiede weitestgehend fehlen. Dabei haben frühere Untersuchungen festgestellt, dass sich Frauen und Männer im Modekonsumverhalten unterscheiden. Die vorliegende Studie untersucht daher, welche Faktoren die Akzeptanz von Online-Modeverleihabos beeinflussen und inwieweit geschlechtsspezifische Unterschiede vorliegen. Die Theory of Planned Behavior und Theory of Consumption Values bilden die Grundlage des Untersuchungsmodells. Durch eine Online-Befragung konnte ein Datensatz von 503 Personen generiert werden. Das Modell wurde für Frauen und Männer mit PLS-SEM ausgewertet. Die Einstellung übt einen stärkeren Einfluss auf die Nutzungsintention aus als die Subjektive Norm und die Barrieren. Hinsichtlich der Werte zeigt sich, dass der Emotionale Wert in beiden Gruppen den stärksten Einfluss besitzt. Der Epistemische Wert übt einen Einfluss bei den Frauen aus, während bei den Männern der Funktionale und Ökologische Wert Einflussfaktoren darstellen, wobei eine Multigruppenanalyse insbesondere auf einen Unterschied hinsichtlich des Ökologischen Wertes verweist.