Die Theorie des endogenen Wachstums
摘要
Die Publikationen von Paul Romer (1986) und Robert Lucas (1988) gaben den Anstoß für eine neue Theorie des Wachstumsprozesses, die unterschiedliche Entwicklungen von Regionen und das Fortbestehen von regionalen Disparitäten erklären kann. Den beiden Autoren ist es gelungen, den technischen Fortschritt als entscheidenden Faktor für Wirtschaftswachstum in ihren Modellen endogen zu erfassen. Dies war eine bedeutende Neuerung in der wissenschaftlichen Literatur. Zwar galt auch in älteren Modellen der technische Fortschritt als entscheidende Größe für Wachstum, allerdings konnte er dort nicht modellendogen erklärt werden, sondern war ein exogener Faktor. Weiterhin kann mithilfe der Theorie des endogenen Wachstums ein dauerhafter Wachstumsprozess erklärt werden: Bei Investitionen in Wissens- und Humankapital treten positive Externalitäten auf. Diese erhöhen nicht nur das Einkommen des Investors selbst, sondern auch das anderer Akteure. In den älteren Wachstumsmodellen war ein dauerhafter Wachstumsprozess immer dadurch begrenzt, dass die Grenzerträge von Investitionen abnehmend waren. Durch die Berücksichtigung positiver Externalitäten in der endogenen Wachstumstheorie wurde es nun möglich, konstante oder sogar steigende Grenzerträge einer (Wissens-)Investition – und folglich dauerhaftes WachstumWachstum, dauerhaftes – zu modellieren.