Die Marktgesellschaft und ihre endogenen Machtdynamiken: Der Ordoliberalismus und seine disziplinären Kombinationen
摘要
Zunächst werden die Hauptprotagonisten des Ordoliberalismus und deren eigenständig bedeutsame Beiträge und Kombinationen in einer knappen, historisch kontextualisierten Übersicht dargestellt. Sodann werden die Eigentümlichkeiten der ordoliberalen Theorieorientierung, also ihr multi-disziplinärer Charakter bei gleichzeitig starker Betonung eines ökonomischen Kerns, herausgearbeitet. Der spezifische Zuschnitt der ordoliberalen Kernagenda, der „Ordnungspolitik“ wird anhand Walter EuckensEucken, Walter durch mannigfache Einflüsse geprägte Entwicklung als Wissenschaftler und Intellektueller skizziert. Theorie war für Eucken letztlich die Bedingung für den „Durchstoß zu den einfachen Tatsachen“ und der damit verbundenen Erschließung der Bedingungen einer „Ordnung, die dem Wesen des Menschen und der Sache“ entspricht. Der vierte Abschnitt bietet eine Zusammenschau und Bewertung im Hinblick auf kontrovers diskutierte Fragen der Interpretation.