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Zum Anspruch der formalen Soziologie und zu ihrer methodischen Lücke

  • Roger Häußling,
  • Claudius Härpfer

摘要

Der Fokus des vorliegenden Beitrags liegt auf der Beziehungslehre Leopold von Wieses (und Kaiserswaldau) und vertritt die These, dass dieser trotz seiner hervorgehobenen Stellung in der Soziologie der Weimarer Republik unter anderem deshalb heute weitgehend vergessen ist, weil es ihm nicht gelungen ist, seine Überlegungen empirisch umzusetzen. Nach einem kurzen Abriss der institutionellen Begebenheiten stellen wir von Wieses Beziehungslehre als Systematisierungsprojekt der formalsoziologischen Ideen Georg Simmels dar. Um die Stellung der Beziehungslehre in der Weimarer Soziologie verständlicher zu machen, zeigen wir exemplarisch von Wieses Antworten auf einige Kritikpunkte an seinem System. Anschließend skizzieren wir das Forschungsprogramm der Beziehungslehre. Schließlich zeigen wir mit der Soziometrie Jacob L. Morenos und der Feldtheorie Kurt Lewins zwei verpasste Chancen der wechselseitigen Inspiration.