Paul F. Lazarsfeld über Arbeitslosigkeit – ein methodologischer Nachtrag zu Marienthal
摘要
„Die Arbeitslosen von Marienthal“ sind auf dem langen Weg zu einer Methodologie der Empirischen Sozialforschung bzw. der Sozialwissenschaften überhaupt, den Paul F. Lazarsfeld beschritt, nur eine Episode. Immer diente ihm ein Thema, sei es Unemployment, Mass Communication with the Printed Page and Radio Listening oder Wahlverhalten und Entscheidungsprozesse der Entwicklung neuer oder der Verbesserung bestehender Konzepte, Prozeduren und Methodiken. Schon zu der Zeit, als das Marienthalprojekt entstand, waren er, Marie Jahoda und andere wohl informiert über biographische Methodik, Einzelfallstudien, die Kombination natürlicher und experimenteller Daten, über den Nutzen qualitativen und quantitativen Materials; es gab viele Vorbilder. Ob „matrix formulation“, „typology construction“ etc., ob Longitudinalstudien, multivariate Verfahren, Latent Class Analysis, und wie alle anderen Techniken und Verfahren lauten mögen, denen er sich gewidmet hat: Alle entwickelten sich aus konkreten Forschungsprojekten über variierende Thematiken. Aus dieser Perspektive kommt Marienthal nicht der erratische Stellenwert zu, den es in seiner späten Rezeption erfahren hat, die Geschichte könnte umgeschrieben werden.