Umkämpfte Landschaften: Planning Imaginaries in peri-urbanen Räumen
摘要
Durch strategische Planungsprozesse können nicht nur materielle Transformationsprozesse angeleitet werden. Es können auch neue ortsbezogene Vorstellung des gesellschaftlichen Miteinanders und das Verhältnis zwischen Menschen und Umwelt entstehen. Vor dem Hintergrund der Klima- und Biodiversitätskrise erfordert eine so verstandene strategische Planung, dass sie Beiträge zur räumlichen Gestaltung einer sozial-ökologischen Transformation leistet. Mit diesem Beitrag zeigen wir einen Weg auf, wie die gesellschaftlichen Vorstellungen, die der Planung von peri-urbanen Räumen unterliegen, konzeptionell aufgegriffen und besser verstanden werden können. Dazu führen wir in tentativer Weise das Konzept der ‚planning imaginaries‘ ein, das sich auf die Literatur zu ‚spatial imaginaries‘ und ‚sociotechnical imaginaries‘ stützt. Als Ausgangspunkt diente die Annahme, dass durch gegenwärtige Planungsprozesse gesellschaftliche Vorstellungen von fundamentalen Kategorien wie Raum, Zeit, Stadt und Landschaft mitverhandelt werden. Im Fall von umkämpften peri-urbanen Räumen werden solche Aushandlungsprozesse besonders sichtbar. Um sozio-ökologische Transformationen proaktiv anzuleiten und zu gestalten, ist ein fundamentaler Paradigmenwechsel in der Planung erforderlich. Durch strategische Planung, können transformative ortspezifische Zukunftsvisionen erarbeitet und aufgestellt werden, die etablierte Vorstellungen in Frage stellen und neue konfigurieren. So können neue Verhältnisse zwischen Stadt und Land oder zwischen Natur und Gesellschaft verhandelt und ausgearbeitet werden.