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Das Planungsvorhaben Günthersburghöfe in Frankfurt – Stadtlandschaften als Orte einer sozial-ökologischen Transformation?

  • Mariam Diagayété

摘要

In diesem Beitrag geht es um eine umkämpfte Stadtlandschaft in der wachsenden Mainmetropole Frankfurt, an deren Beispiel die Herausforderungen einer sozial-ökologischen Transformation zu Tage treten. Konkret wurde mithilfe einer akteurszentrierten Konfliktanalyse die Auseinandersetzung um das Bauvorhaben der Günthersburghöfe auf einem innerstädtischen Areal mit Kleingärten und teils verwilderten Brachflächen untersucht. Ziel war es, die beteiligten Akteursgruppen, die Akteurskonstellation sowie die Selbstwahrnehmung der Akteur:innen und ihre Positionierung zum Konfliktgegenstand zu beleuchten. Die Untersuchung des Konflikts um das Planungsvorhaben Güntherburghöfe zeigt, dass der Begriff der sozial-ökologischen Stadtentwicklung ebenso umkämpft ist wie die Stadtlandschaft selbst. Letztere ist hier zu einer Projektionsfläche geworden, auf der die Akteur:innen ihre jeweilige Idealvorstellung von Stadtentwicklung abbilden. Dabei gewichten sie soziale und ökologische Aspekte abhängig vom jeweiligen Nachhaltigkeitsverständnis unterschiedlich stark. Bemerkenswert an der Auseinandersetzung um das Planungsvorhaben ist, dass sich die von den Projektgegner:innen unterstützten Diskursstränge im Sinne einer starken Nachhaltigkeit in der Stadtöffentlichkeit etablieren konnten. Diese entfalteten eine so starke Wirkung, dass das Planungsvorhaben gestoppt wurde. Dennoch stellt sich die Frage, wie zukünftig in der stadtplanerischen Praxis produktiv mit Protest und Widerstand umgegangen und ein tragfähiger, umsetzbarer Weg zur Lösungsfindung beschritten werden kann.