Resilienzstärkung durch Teams: von Implosionen zu befriedigender Arbeit angesichts widriger Umstände
摘要
Eine Gruppe junger Leute klebt sich auf der Straße fest, sie lassen sich beschimpfen und werden von wütenden Autofahrer*innen bedroht, bis der Klebstoff von Polizist*innen gelöst und sie davongetragen werden. Währenddessen klären sie ernsthaft und unverdrossen über die Folgen der Klimakrise auf und riskieren Gerichtsprozesse und Strafen. Über die Mittel, die sie einsetzen, wird zu Recht gestritten. Gleichwohl ist die Entschiedenheit in ihrem Einsatz beeindruckend. Woher nehmen sie die Kraft und die Ausdauer? Was trägt sie und was hält sie zusammen? Woher nehmen die jungen Leute der „Letzten Generation“ die Kraft zum Widerstand? Ihr Aufbegehren wächst aus einer Verzweiflung, die wir als Ältere zu verantworten haben. Nun stehen die Jungen vor einer Zukunft, der sie mit Grauen entgegensehen, um deren Verbesserung sie gleichwohl energisch ringen. Ihre Aktionen, die sie gemeinsam realisieren, geben ihnen die Kraft, gegen Ignoranz und Passivität anzugehen. Ihre Energie beziehen sie aus guter Erfahrung im Miteinander, sie sind sich einig in der Zielsetzung (Aufschrei, Wachrütteln). Sie gehen in Resonanz miteinander, der Austausch und die gemeinsame Erfahrung wirken verbindend und kräftestärkend. Es ist die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten, die sie hält und stabilisiert, sie schöpfen Energie aus der Gemeinsamkeit und dem Widerstand.