Ressource oder Realitätsflucht? Gaming unter Kindern und Jugendlichen in Zeiten von Unsicherheit und Krisen
摘要
Digitale Spiele nehmen – nicht nur, aber auch – bei vielen Kindern und Jugendlichen einen bedeutenden Raum in der Freizeitgestaltung ein. 94 % der Jugendlichen sowie 75 % der Kinder zwischen sechs und 13 Jahren in Deutschland spielen mindestens ab und zu digitale Spiele (Feierabend et al. 2021) – das sind fast alle! Ein Großteil davon spielt regelmäßig, Jungen etwas häufiger als Mädchen. Für etwas, das einen solchen Stellenwert im Alltagsleben junger Menschen einnimmt, wird das Spielen digitaler Spiele in einigen Kontexten noch recht stiefmütterlich behandelt oder auch mit Sorge ob möglicher Gefahren bezüglich Sucht- oder Gewaltthematiken beäugt. Häufig wird dabei verkannt, dass digitale Spiele für viele junge Menschen eine wichtige selbstregulative Funktion erfüllen und in persönlichen und/oder gesellschaftlichen Krisen wichtigen Halt bieten und psychische Grundbedürfnisse erfüllen können.