Diversity und Gesundheit. Der Einfluss lebensbedrohlicher Krankheiten auf die Lebensplanung junger Menschen
摘要
Dieses Kapitel beleuchtet, welchen Herausforderungen junge Menschen mit chronischen Erkrankungen bei ihrer Lebensplanung gegenüberstehen. Darüber diskutieren der ‚Palliativpatient‘ Kenth Joite und sein ehemaliger Therapeut und Sozialarbeiter Michael Malina im Interview mit Karin E. Sauer. Anhand der Biographie Joites, der eine chronische Herzerkrankung hat, werden alltägliche Erlebnisse von Inklusion und Exklusion im Rahmen sozialer Funktions- und Unterstützungssysteme geschildert. Einen Schwerpunkt bilden dabei seine subjektiven Handlungsstrategien angesichts existenzbedrohender Situationen und widriger Umstände. Welche Rolle die Soziale Arbeit in diesem Kontext einnimmt, bzw. einnehmen sollte, wird sowohl bezüglich alltagspraktischer Problemfelder als auch anhand von Spannungsfeldern gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Diskurse thematisiert. Es zeigt sich, dass Aufklärungsarbeit, mediale (Re-)präsentationen und Positionierungen vonseiten Betroffener zentraler im sozialarbeitswissenschaftlichen Kanon platziert werden sollten.