Depression und Männlichkeit – theoretische Ansätze, empirische Befunde und Erfordernisse sozialpsychiatrischer Versorgung
摘要
Epidemiologische Befunde deuten auf Geschlechtsunterschiede in der Prävalenz depressiver Erkrankungen hin, wobei Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer erkranken. Gleichzeitig stehen die geringeren Depressionsprävalenzen in Widerspruch zu der deutlich höheren Suizidrate der Männer. Dieses Geschlechter-Paradox wird u. a. mit der Existenz einer „männlichen Depression“ erklärt. Der Beitrag widmet sich diesem Phänomen, indem empirische Befunde und theoretische Erklärungsansätze zum Zusammenhang von Depression, Männlichkeit und Bewältigungshandeln vorgestellt und Erfordernisse für die sozialpsychiatrische Praxis und Forschung diskutiert werden.