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Who Cares? Zwischen „relativer Verewigung“ der Geschlechterordnung und feministischer Utopie

  • Beate Blank

摘要

Who cares? ist eine im doppelten Sinn alte Frage: Wen kümmert schon die Sorgearbeit? Und wer macht die Care-Arbeit? Sorgearbeit durchdringt alle Bereiche des Lebens. Von ihr hängt unser Leben und Überleben im Ökosystem des Planeten Erde ab. Doch weshalb wird ihre ökonomische und lebenserhaltende Bedeutung so wenig gesehen und in gesellschaftspolitische Entscheidungsprozesse einbezogen? Der Beitrag zeichnet Linien einer kritischen Analyse der Arbeitsteilung und der ihr untergeordneten Geschlechterordnung in ihrer historischen Entwicklung bis in die Gegenwart nach. Er diskutiert theoretische Zugänge zum Verständnis der mehrfachen Vergesellschaftung des weiblichen Geschlechts und fragt, weshalb sich patriarchale Strukturen und Praxen der Geschlechterhierarchie mit ihren immanenten Denkmustern über Jahrhunderte hinweg gewissermaßen verewigt haben und immer wieder neu reproduzieren. Ist die feministische Utopie einer ökonomisch gerechten, solidarischen und nachhaltig wirtschaftenden Gesellschaft möglich oder nur ein Traum? Sind die im Ethikkodex der Sozialen Arbeit formulierten Ziele der Befreiung und Ermächtigung der Adressat_innen unter den gegebenen Machtverhältnissen einlösbar? In Bezug zu diesen Fragestellungen werden einige ausgewählte professionstheoretische Ansätze diskutiert. Abschließend werden Gleichstellungsstrategien und Maßnahmen vorgestellt, die für die Hochschulen, die Lehre und Forschung aller Studienbereiche relevant sind. Gerade deshalb können sie einen wichtigen Beitrag für die interdisziplinäre Zusammenarbeit und den Transfer in die Soziale Arbeit leisten.