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Geschlecht, Macht und Herrschaft als Grundbegriffe der Sozialen Arbeit

  • Maria Ludwigs

摘要

Der Beitrag stellt eine Einführung in das grundlegende Verständnis von Geschlechterverhältnissen als interaktive und gesellschaftsstrukturierende Macht- und Herrschaftsverhältnisse dar. Durch den in der Definition der Sozialen Arbeit angelegten Auftrag zur Kritik sozialer Ungleichheit und Achtung der Vielfalt werden Geschlechterverhältnisse zu ihren Handlungsfeldern und verlangen von Sozialarbeitenden eine spezifische Genderkompetenz, bestehend aus den drei Elementen WISSEN, KÖNNEN und WOLLEN. Der Beitrag stellt die Gender Studies als Referenzdisziplin für die Soziale Arbeit vor (WISSEN): Die Handlungstheorie Doing Gender verdeutlicht durch ihre drei Dimensionen sex, sex-category und gender die Differenzierung von Geschlechtern als Teil eines interaktiven Machtverhältnisses auf der zwischenmenschlichen Mikroebene. Die drei Säulen der Naturalisierung, Inkorporierung und Institutionalisierung geschlechterstereotyper Differenzen erläutern Geschlechterverhältnisse als gesellschaftsstrukturierende Herrschaftsverhältnisse auf der Meso- und Makroebene. Es folgt ein Transfer des Doing Gender auf Handlungsfelder der Sozialen Arbeit, um gendersensible Ansätze vorzustellen (KÖNNEN). Abschließend begründet eine kritische Auseinandersetzung mit der Involviertheit der Sozialen Arbeit und ihrer Fachkräfte in die Produktion und Reproduktion geschlechterspezifischer Macht- und Herrschaftsverhältnisse die Notwendigkeit eines gendersensiblen fachlich-reflexiven Handlungskonzeptes (WOLLEN).