Lebenslanges Lernen von Fachkräften im Tourismus – eine Lernprofilanalyse
摘要
Das sich schnell verändernde Umfeld vieler Branchen, so auch des Tourismus, führt vermehrt zu einer Veränderung bestehender Arbeitsplätze sowie zur Entstehung gänzlich neuer Positionen und Tätigkeiten. Fachkräfte benötigen folglich neues Wissen und zusätzliche Kenntnisse, um den damit verbundenen neuen Arbeitsanforderungen gerecht werden zu können. Lebenslanges Lernen ist deshalb für viele Beschäftigte in der Tourismusbranche zu einer Grundvoraussetzung geworden. Allerdings sind nicht alle Fachkräfte bereit, sich auf einen kontinuierlichen Lernprozess einzulassen. Dies hängt stark mit dem Grad ihrer Lernorientierung zusammen. Der Begriff der Lernorientierung beschreibt die Neigung einer Person, nach Wissen zu streben. Auf Basis der unterschiedlichen Ausprägungen von Lernorientierung lassen sich verschiedene Cluster von Fachkräften identifizieren. Anhand einer Stichprobe von 474 Hochschulabsolventen der Fachbereiche Tourismus- und Hospitality Management der Hochschule München wurden konkret drei Cluster von Fachkräften identifiziert: Superlerner, Durchschnittslerner und Lernunwillige. Die Lernprofile dieser drei Cluster stehen dabei in Zusammenhang mit der sogenannten „proteischen Karriereorientierung“, der Risikoorientierung und den Persönlichkeitsmerkmalen der jeweiligen Alumni. Ein Zusammenhang zwischen den identifizierten Lernprofilen und soziodemografischen Merkmalen konnte hingegen nicht festgestellt werden. Aus den Ergebnissen dieser Studie lassen sich praktische Implikationen für zukunftsorientierte Personalentwicklungsstrategien ableiten.