Herausforderungen des digitalen Wandels in translationswissenschaftlichen Studiengängen
摘要
Ausgehend von persönlichen Impressionen zum digitalen Wandel innerhalb der letzten 40 Jahre wird zunächst kurz die Entwicklung des Markts im Bereich Übersetzen beschrieben mit der Schlussfolgerung: Der Bedarf an Sprach- und Übersetzungsdienstleistungen wird weiter steigen. Es folgt ein kurzer Blick auf die Entwicklung der Ausbildung von Übersetzern und die Entwicklung der Curricula. Dabei stehen im Mittelpunkt Forderungen an die Ausbildung in den 1980er und den 2010er Jahren einerseits und der Bologna-Prozess andererseits. Der Rahmen der Zukunft mit der Dichotomie „selbst Übersetzen vs. Übersetzen steuern“ wird skizziert, und es werden drei Thesen für die Entwicklung von Curricula an Hochschulen vorgestellt: 1) Beschäftigungsfähigkeit, lebenslanges Lernen und Fort- und Weiterbildung als Leitplanken, die sich aus dem Bologna-Prozess ergeben, 2) als inhaltlicher Ausgangspunkt das Kompetenzprofil des European Master in Translation, das für Bachelorstudiengänge noch zu beschreiben ist und 3) die Vermittlung wissenschaftlicher Prinzipien, die die Grundlagen dafür darstellen, in der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen.