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Finanz- und Coronakrise in Grenzregionen und innerstaatlichen Regionen: Vergleich der Resilienz

  • Stefan Hippe

摘要

In den letzten beiden Jahrzehnten hat die Anzahl und Intensität von Schockereignissen und Krisen zugenommen. Die Finanzkrise im Jahr 2008/2009 und die Coronakrise 2020/2021 führten hierbei sogar zu einer volkswirtschaftlichen Rezession. Nationale Grenzen und Krisenauswirkungen in Grenzregionen waren in der Coronakrise häufig Gegenstand politischer Debatten und medialer Berichterstattungen. Im akademischen Diskurs wird die Krisenreaktion von Grenzregionen erst seit wenigen Jahren als grenzregionale Resilienz debattiert. Existierende Literatur zeigt einen großen Forschungsbedarf vergleichender Analysen auf. Hieran schließt der vorliegende Artikel an und untersucht anhand von Arbeitslosenzahlen die Auswirkungen der Finanz- und Coronakrise für deutsche Regionen. Hierbei wird unterschieden zwischen Grenzregionen und innerstaatlichen Regionen, städtisch und ländlich geprägten Regionen sowie Regionen in alten und neuen deutschen Bundesländern. Die Ergebnisse zeigen eine geringere Widerstandsfähigkeit deutscher Regionen im Zuge der Coronakrise im Vergleich zur Finanzkrise. Grenzregionen zeigen für die Coronakrise tendenziell eine höhere Widerstands- und auch Anpassungsfähigkeit als innerstaatliche Regionen. Dies ist überraschend, da die Grenze in Krisenzeiten zu einem Hindernis für zahlreiche Verflechtungen wird. Die neuen deutschen Bundesländer und auch die ländlich geprägten Regionen weisen eine vergleichsweise höhere Widerstands- und Anpassungsfähigkeit auf als Regionen in den alten Bundesländern bzw. städtisch geprägte Regionen.