Neopragmatische Annäherungen an horizontale Geographien – zum Stand der Dinge, zu Potenzialen und Herausforderungen
摘要
Der Ansatz der ‚neopragmatischen horizontalen Geographien‘ wurde vor dem Hintergrund entwickelt, dass bis dato synthetische Befassungen mit Raum/Region/Landschaft entweder ohne theoretische Integration vorgenommen wurden, eine stark komplexitätsreduzierende monotheoretische Bezugnahme oder aber keine metatheoretische Integration theoretischer Zugänge aufwiesen. Hier liefert der Neopragmatismus als Metatheorie die Möglichkeit, die Triangulation von Theorien, Methoden, Forschendenperspektiven, a- und b-modalen Sichtweisen, Daten und Darstellungen vorzunehmen und so eine Basis für eine ‚Redeskription‘ von Raum/Region/Landschaft zu schaffen, deren Qualität sich daran bemisst, ‚Welt‘ zum Zeitpunkt ihrer Erzeugung tauglicher und kontingenzsensibler zu beschreiben, als dies ‚altehrwürdige‘ Vokabulare zu tun imstande waren. Ein anderes Qualitätskriterium liegt in der Tauglichkeit der Redeskription, in künftige Redeskriptionen eingewoben zu werden. Eine solche integrative Perspektive auf Raum/Region/Landschaft wird allerdings mit einem hohen Rechtfertigungs- und Relationierungsaufwand in Bezug auf Theorien, Methoden, Forschendenperspektiven, a- und b-modale Sichtweisen, Daten und Darstellungen,erkauft‘, der diesbezüglich einen hohen Grad an Kompetenz voraussetzt – oder zumindest die Bereitschaft, diese zu erwerben.