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Versorgungsforschung zu sektorenübergreifenden und populationsbezogenen Versorgungsmodellen

  • Neeltje van den Berg,
  • Wolfgang Hoffmann,
  • Helmut Hildebrandt

摘要

Sektorübergreifende, sektorverbindende oder integrierte Versorgungsmodelle können auf Indikationen, spezifische Patientengruppen oder auf ganze regionale Bevölkerungen ausgerichtet sein. Sie bestehen meist aus mehreren Versorgungsdimensionen und sind damit komplexe Interventionen. Das Kapitel „Versorgungsforschung zu sektorenübergreifenden und populationsbezogenen Versorgungsmodellen“ definiert und beschreibt derartige Lösungen und stellt die typischen Forschungsfragestellungen vor. Patientenbezogene Aspekte (z. B. PROMs, PREMs) stehen dabei gleichberechtigt neben Dimensionen wie dem Outcomebezug auf Bevölkerungsebene, der Zufriedenheit der Akteure und deren Akzeptanz der Versorgungsmodelle sowie den Fragen der Struktur, Governance und der Prozesse, sowie der gesundheitsökonomischen Evaluation und Fragen des Transfers. Um die Entwicklung, Implementation und Wirksamkeit sektorübergreifender Versorgungsmodelle zu evaluieren, müssen in den meisten Fällen mehrere Forschungsfragestellungen beantwortet und ein Mix von Methoden und eine Kombination von Datenquellen verwendet werden. Häufig verwendete Forschungsdesigns sind u. a. prospektive, clusterrandomisierte Interventionsstudien, Stepped-Wedge Designs, Prospektive Designs mit einer nicht-randomisierten Kontrollgruppe oder A posteriori Matching. Randomisierte Designs ermöglichen oft höhere Evidenzgrade, sind aber insbesondere in komplexen Situationen nicht zu allen Fragestellungen möglich. Deshalb hängt die Entscheidung für ein Studiendesign immer auch vom Setting und von den verfügbaren Daten ab.