Coaching in der Sozialwirtschaft: Exploration des Raums als Rahmen- und Umgebungsvariable
摘要
Coaching gilt als eine wichtige Interventionsmethode in der Sozialwirtschaft. Kaum Berücksichtigung in der Ausbildung zukünftiger Coaches fand bisher die bewusste Reflexion des räumlichen Settings im Coaching. Ziel dieses theorieorientierten Beitrags ist es daher zu untersuchen, welchen Einfluss die Nutzung und die Wahrnehmung des Raums auf die Gestaltung der Systemischen Coaching-Gesprächsarbeit besitzt. Den theoretischen Hintergrund bilden im zweiten Abschnitt neben raumtheoretischen Ansätzen und Theorien des mentalen Raums die Untersuchungen des Anthropologen Edward Twitchell Hall, der sich u. a. mit unterschiedlichen Kulturdimensionen in der zwischenmenschlichen Interaktion beschäftigt hat. Neben den Dimensionen Zeit und Kontext hatte er sich bereits in den 1960er Jahren mit der Nutzung und Wahrnehmung des Raums im Rahmen interpersonaler und interkultureller Kommunikation auseinandergesetzt. Im Anschluss daran wird im dritten Abschnitt exemplarisch auf die Reflexion des Coaching-Raums in der wissenschaftlichen Coachingliteratur eingegangen. Abschließend werden im vierten Abschnitt zwei ausgewählte Interventionsmöglichkeiten und -strategien (analog/digital) zur Gestaltung des räumlichen Settings im Coaching überblicksartig vorgestellt und im fünften Abschnitt entsprechende praktische Schlussfolgerungen für deren Einsatz in professionellen Coachings abgeleitet.