Herausforderung des De-Eskalationsmanagements in einem volatilen Umfeld – Ist Projektmanagement in der Finanzbranche vollumfänglich etabliert?
摘要
Ziel dieses Beitrages ist es, mithilfe einer Umfrage unter deutschsprachigen Projektleitern die Relevanz eines De-Eskalationsmanagements für das Projektmanagement zu überprüfen und den aktuellen Status darzustellen. Im Ergebnis wurde deutlich, dass in Projekten eine Tendenz besteht, trotz einer eskalativen Phase an der jeweiligen Projektumsetzung festzuhalten und De-Eskalations-Maßnahmen nur in geringem Umfang umzusetzen. Aus diesem Grund gibt es vergleichsweise viele Untersuchungen zu einer unveränderten Projektkontinuität während einer kritischen Projektphase, die auch als „Escalation of Commitment“ bezeichnet wird, und nur wenige wissenschaftliche Erkenntnisse zum De-Eskalationsmanagement als Teil des Projektmanagements. Das zusammengefasste Resultat der im Rahmen dieses Beitrages durchgeführten Erhebung ist, dass Unternehmen sowohl in einer Phase der Projektvorbereitung als auch während einer Projektumsetzung nicht oder nur in geringem Umfang in strukturierter Weise mit Eskalationen umgehen. Gleichzeit haben die Umfrageergebnisse gezeigt, dass Mitglieder des Projektmanagements häufig für die Umsetzung von de-eskalativen Maßnahmen verantwortlich sind und es somit zu einer Diskrepanz zwischen dem Fehlen von De-Eskalations-Konzepten und einer Verantwortungsübertragung, während Projekteskalationen auf den Projektleiter kommt.