Investor*innenbeteiligungen im deutschen Profifußball – Status quo und zukunftsorientierte Handlungsmöglichkeiten
摘要
Seit über 20 Jahren haben Vereine im deutschen Profifußball die Möglichkeit, ihre Profifußballabteilung in eine externe Spielbetriebsgesellschaft auszugliedern. In diesem Zusammenhang wurde die 50+1-Regel eingeführt. Einerseits werden dadurch Kapitalbeteiligungen von Investor*innen ermöglicht, wodurch neue Finanzierungsquellen für die Klubs geschaffen wurden. Andererseits soll entsprechend der Regel der Einfluss von Investor*innen begrenzt werden, woraus sich eine besondere Herausforderung für den Lizenzgebenden, die Klubs und Investor*innenen ergibt. Seit der Möglichkeit der Ausgliederung und der Einführung der 50+1-Regel haben sich zentrale Veränderungen im deutschen Profifußball ergeben. So lassen sich zunehmend mehr ausgegliederte Spielbetriebsgesellschaften und Investor*innenbeteiligungen konstatieren. Damit einher geht eine intensive Diskussion – sowohl in der Wissenschaft als auch in der Öffentlichkeit bzw. den Medien. Der vorliegende Beitrag beleuchtet den wissenschaftlichen Status quo in der Diskussion. Um diesbezüglich einen aufschlussreichen Überblick zu verschaffen, werden folgende Themen fokussiert: die Regulation des Einflusses von Investor*innen, die Arten von Investor*innen, die Chancen und Risiken von Investor*innenenbeteiligungen sowie die Interessen von zentralen Stakeholdern. Darüber hinaus liefert der Beitrag Erkenntnisse, die für das Sportmanagement von besonderer Relevanz sind. So werden zukunftsorientierte Handlungsmöglichkeiten für den Lizenzgebenden und Klubs abgeleitet.