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Die Mediatisierung von Sportstätten und deren Wirkung auf das (Fernseh-)Publikum

  • Christiana Schallhorn

摘要

Stadien sind heutzutage mehr als nur Sport- und Wettkampfstätten, in denen es um sportliche Rekorde, packende Duelle und große Emotionen bei Sportler*innen und Zuschauer*innen geht. Moderne Stadien zeichnen sich durch den Einsatz neuer Technologien aus. Sie sind so konzipiert, dass sie sowohl als Fernsehstudios als auch als Sportstätten dienen. Die zunehmende Mediatisierung der Stadien und des Sports soll den Wettkampf für das Live-Publikum und für Fernsehzuschauer*innen spannender, dramatischer und emotionaler, aber auch leichter nachvollziehbar machen. Vor dem Hintergrund der Mediatisierungstheorie werden Mediatisierungsprozesse und ihre Auswirkungen im Sport beschrieben. Am Beispiel des Video Assistant Referee (VAR) wird gezeigt, dass solche technologischen Entscheidungshilfen den Wettkampf einerseits gerechter und objektiver machen, andererseits aber auch weitreichende, eher negative Folgen für das Rezeptions- und Unterhaltungserleben beim Publikum im Stadion und zuhause haben können. So stören Eingriffe des VAR häufig den Spielfluss, unterbrechen die Spannung und unterbinden große Emotionen direkt nach einem Tor, wenn dies zunächst überprüft wird. Die zunehmende Mediatisierung im Sport und in Sportstätten zeigt, welche Reichweite der Einsatz und die Nutzung unterschiedlicher Kommunikationsformen und -kanäle im Sport auch über das Stadiongeschehen hinaus haben kann. Daraus resultierende Implikationen für das Sportmanagement werden abschließend diskutiert.